Teamerweiterung! Ab jetzt setzte ich auf Kinderarbeit.

„Schon wieder fallen Wassermoleküle und anderer Dreck vom Himmel“ -Kind 2

Als ich heute zu einer wahrlich unchristlichen Zeit erwacht bin und meine Kinder noch träumten, sah ich aus dem Fenster und freute mich. Immerhin sah ich keinen Schnee. Wenn ich ganz ehrlich bin, hab ich damit nicht wirklich gerechnet, aber wie befürchtet stellte sich im Laufe des Vormittags Regen ein.

Wir befinden uns nun fast einen Monat in der misslichen Situation, die Öffentlichkeit so weit wie möglich meiden zu müssen. Wegen den Masern und miner Tocher. Ich habe darüber berichtet: https://insociallife.com/2019/04/15/what-the-fck-are-measles-oder-das-ding-mit-dem-spazierengehen/

Die Situation hat sich leider nicht zum Besseren gewendet, die gemeldeten Fälle sind mehr geworden, das Infektionsgebiet ist nicht mehr nur örtlich begrenzt. Die Osterferien haben auch nicht die erhoffte Eindämmung des Virus gebracht.

Weil wir die Situation nicht ändern können, blieb uns nichts übrig als uns umzuorganisieren. Ich habe mich im Krankenhaus mit Mickymouse-Mundschutzmasken für meine Kleine eingedeckt, wenn ich meinen Sohn in den Kindergarten bringe, nimmt ihn entweder ein anderer Elternteil mit in die Gruppe rauf, oder meine Tochter muss kurz im Auto warten.

Das Einkaufen haben mein Partner und ich uns aufgeteilt, der ohne Kinder unterwegs ist, erledigt das.

Meine Tochter ging am Samstag Vormittag immer zur Reitpädagogik, weil dort sehr viele andere Kinder sind mussten sie diesen Kurs leider verlassen, netter Weise wurden uns die schon bezahlten Stunden auf unbestimmte Zeit gutgeschrieben. Wir waren auch auf keinem Ostermarkt, nicht im Zirkus, in keinem Kindertheater, mieden das Familienfest am 1. Mai, sagten zwei Kindergeburtstage ab, können nicht einmal auf eine schnelle Pizza gehen.

Wo viel Schatten ist, muss auch irgendwo ein Licht herkommen.

Weil wir im Moment viel zuhause sind, hatten mein Sohn und der (geimpfte) Nachbarsjunge endlich Zeit, sich anzufreunden. Beide kommen nächstes Jahr gemeinsam in die erste Klasse und es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, dass sich jetzt schon eine kleine Allianz bildet. Mit dabei, ist noch meine Tochter und ein Mädchen aus der Straße in der wir wohnen. Langsam entwickelt sich unter den Kindern eine Art von Gruppendynamik, die sich für mich als Entlastung beim täglichen Kinderbespaßen spürbar macht.

Und dann gibt es die Regentage. Die sich in letzter Zeit häufen.

Mein Sohn hat gerne Brettspiele. Meine Tochter fegt lieber die Spielfiguren vom Tisch. Ein für beide akzeptabler Kompromiss sind Puzzle. Aber den ganzen Tag damit rumzukriegen, funktioniert natürlich nicht.

Ab und zu malen wir gemeinsam. Wir verwenden dafür, je nachdem was wir anmalen, entweder Acryl- oder Aquarellfarben.

Am Anfang war das, reinigungstechnisch betrachtet katastrophal. Mittlerweile sind wir in der Benutzung versiert und aus anfänglichen Geschmiere wurden Gemälde.

Jedes Kind malt das, was in den momentanen Interessensfokus fällt und wir unterstützen sie dabei. Die kleinen Kunstwerke hängen dann in ihren Zimmern und werden stolz jedem Besucher präsentiert.

Was macht einen guten Familienblog aus?

Das letzte, was ich meiner Meinung nach brauche, sind irgendwelche gestellten Fotos. Ich habe heute in einem Zeitungsbericht eines namhaften Blattes gesehen, wie jemand mit einer nadellosen Spritze geimpft wird. Und solchen Fallen gehören gemieden. Meine noch viel persönlichen Gründe hab ich gerade vor kurzem zusammengefasst: https://insociallife.com/2019/05/02/nicht-nur-heute-habe-ich-kein-foto-fur-dich-ich-lebe-smartphone-frei/

Aber ich komme gänzlich ohne Bilder nicht aus.

Aus einem Familienblog wird ein Familienprojekt.

Die zwei Hauptprotagonisten meines Blogs werden in Zukunft meine Beiträge illustrieren. Mein Sohn ist von der Idee begeistert, die Frage ist, ob sich nun die Artikel den Bildern anpassen werden oder umgekehrt. Wir werden sehen, wohin uns der Weg führt.

Ich freue mich drauf und bin schon sehr neugierig, wie das bei euch Lesern ankommen wird.

Regnerische Sonntagsgrüße aus Kärnten!

2 Kommentare zu „Teamerweiterung! Ab jetzt setzte ich auf Kinderarbeit.

  1. Hallo Laura,
    danke für deine Texte. Du bist authentisch, schreibst ohne Pathos und bringst Dinge auf den Punkt.
    Deine Texte las ich mit Anteilnahme, Zustimmung und auch mit Freude.
    Es ist schön, bei dir zu Gast zu sein und ich komme gerne wieder.
    Herzliche Grüße von Jane

    Gefällt 1 Person

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