Ich habe mich entschlossen, unsere Güter radikal zu reduzieren. Meine Gründe und Gedanken findet ihr hier zum Nachlesen: Warum wir als Familie zum Minimalismus zurückfinden müssen.

Ich habe meinen Worten sofort Taten folgen lassen und mir überlegt, wie ich das ganze Ausräum-Prozedere so angehen kann, dass es erstens im Alltag einbaubar ist, ohne dass wir alle noch mehr im Chaos versinken und zweitens ohne allzu viel Aufwand und Zeit von statten geht. Hierzu habe ich mir einen Wochenplan, der jeweils von Montag bis Freitag geht, zurecht gelegt, um die Dinge durchdacht und mit System anzugehen.

Die erste Woche möchte ich dafür nutzen, Platz in den Schränken zu schaffen und unsere Klamottenanzahl radikal zu reduzieren. Dabei ist mir folgendes aufgefallen. Obwohl ich unsere Schränke regelmäßig aussortiere, wurden es alleine bei meinem Schrank heute 5(!) große Säcke, die endlich ihren Weg fort von hier fanden.

Ich besaß sehr viele Kleidungsstücke, die entweder zu teuer waren, um mich von ihnen zu trennen (obwohl ich sie nie angezogen habe), oder es ging dabei um Erinnerungen. Nüchtern betrachtet braucht aber niemand sieben Trachtenkleider und meine Schlangenoptik-Glitzerhose werde ich wohl auch nie wieder anziehen. Die Partys, die ich mit ihr gefeiert habe, bleiben auch so in meiner Erinnerung. Aber jetzt bekomme ich wenigstens wieder meinen Schrank zu.

Also. Hier ist mein Plan für die erste Wochen der Minimalsmus-Challenge:

Tag 1 – Mein Schrank und meine Kleiderstangen. Das Gewand sofort zum Altkleidercontainer bringen oder alternativ inserieren. Sonst stehen wieder Säcke im Keller oder sonst wo.

Tag 2 und 3 – Die Schränke der Kinder aussortieren. Dabei ist nicht nur darauf zu achten, dass die Sachen noch passen, sondern ob wir dafür überhaupt Verwendung finden. Maximal 2 Matschhosen sind beispielsweise okay, falls eine zum Waschen ist, aber bitte nicht mehr. Die alten Strickoberteile von Oma können auch weg, falls sie nie jemand anzieht. Von sentimentalen Werten müssen wir uns lösen, wenn wir unser Zuhause und uns selbst befreien wollen.

Tag 4 – Heute geht es den Heimtextilien an den Kragen. Die alten fleckigen Putzfetzen kommen weg. Alte Handtücher, die man eh nicht mehr verwendet, weil man schon längst neue hat, rücken an die Stelle von den aussortierten Putzfetzen. Bettwäsche wird auch aussortiert, weg mit den Überzügen, die wir eh nie verwenden, weil der Reisverschluss kaputt ist. Auch die Blümchenbettwäsche aus anno dazumal darf gehen. Zu guter Letzt sortieren wir Vorhänge und Tischdecken aus. Niemand braucht beispielsweise 3 Garnituren Weihnachtsvorhänge. Nicht vergessen: die Sachen entsorgen, zum Altkleidungscontainer bringen, beziehungsweise verkaufen!

Tag 5 – Schuhe. Einfach radikal durchgreifen. Was nicht zu hundert Prozent passt und drückt, kommt weg. Es sind nur die Absätze zum richten? Dann überlegen wir, seit wann wir uns das schon vorgenommen haben. Dauert dieser Zeitraum schon sehr lange, ist es „time to say goodbye“.

Die erste Woche ist geschafft, die ganze Aktion hat neben dem Alltag stattfinden können und wir haben schon sehr viel mehr Platz zurückgewonnen und Ordnung geschaffen. Ich hoffe, ich konnte jemanden von euch dazu bewegen mitzumachen, falls ja, freue ich mich über Kommentare, dann weiß ich, ich muss da nicht alleine durch.

Alles liebe Laura